Red Hot Chili Peppers in München

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Mit Umhang und weißen Lederstiefeln - die bis zu den Knien reichten - betrat Anthony Kiedis (Ex von Heidi Klum) die Bühne, so dass ich für einen Augenblick dachte: “Ist denn schon wieder Gand Prix?”

Die Peppers spielten vor rund 40.000 im Olympiastadion, setzten damit ihre Stadium Arcadium Tour fort und vorweggenommen: Die 110 100 Minuten waren enttäuschend. Lange Zeit gefiel mir das Konzert, weil es mehr als “Musik-Session” denn Rockkonzert daherkam. Gitarre und Bass, Funk vom Feinsten, allerdings insgesamt viel Ruhiges dabei, so dass mir dann in der 2. Runde (eine Zugabe im klassischen Sinne gab es nicht) irgendwie so ein bischen das rockige Element abhanden gekommen schien. Wie lange Anthony vor dem Spiegel für seinen Abgang üben musste (”OK. Bye!”) wird sein Geheimnis bleiben.

Ich las bereits davon, dass die “Peppers München mitrissen” und von einer “beeindruckenden Bühnen- und Lichtshow”. Ich weiß nicht, aber vielleicht stehen bei manchem ja Ticketpreis (70 Euro) und Spaßerwartung in einer inversen Beziehung zueinander. Bei mir ist das nicht so. California: 0 Points.

4 Responses to “Red Hot Chili Peppers in München”

  1. Says:

    Meine Meinung! Die Red Hot Chili Peppers sind eine der wenigen Bands dieser Größenordnung, die es sich leisten, viel Geld für Tickets zu verlangen und dann eben nur 100 Minuten spielen. Geht man auf ein Konzert von Grönemeyer, zahlt man weniger (46 Euro für 2 Stunden 45 Minuten) oder man zahlt gleich viel, wenn man sich U2 anschaut, die dann auch weit über 2 Stunden spielen. Dabei spielt es keine Rolle, welchen Musikgeschmack man hat. Als Band oder Künstler sollte man sich stets bewusst sein, dass die Zuneigung der Fans nicht für die Ewigkeit bestimmt ist. Da sollte man schon weiter für arbeiten. Die sog. Zugaben des Konzerts gestern, waren ein Witz. Fazit: RHCP=Stadionunwürdig.

  2. Says:

    Ach ja. In den nächsten Tagen werde ich in meinen Blog auch noch eine ausführlichere Berichterstattung zum Konzert liefern. Guckt einfach auf http://dpiddy.wordpress.com

  3. Says:

    Ein Live Konzert läßt sich nicht einfach mal herunterladen. Insbesondere nicht das damit verbundene Erlebnis. Die Digitalisierung hat also indirekt dazu geführt, dass die Ticketpreise in den letzten Jahren steil angestiegen sind. Der Gegenwert hat sich demgegenüber nicht wesentlich verändert. Ein Stadion, eine Bühne, eine Band, ein paar tausend Fans, die zur Stimmung beitragen. Aufgrund des zu erwartenden Erlebnischarakters sollte man ein Livekonzert unabhängig vom Preis betrachten. Bei dem aktuellen Preisniveau ist es allerdings zwangsläufig so, dass man den Preis zur Sprache bringt, wenn die Erwartungen auf der Bühne nicht erfüllt werden. Ich denke, es ist völlig richtig, dass sich eine Band die Gunst der Fans immer wieder neu erspielen muss. Allein das Angebot zu verknappen und damit einen höheren Preis zu erzielen wird auf Dauer nicht funktionieren. Ich hätte mir besser 3 CDs gekauft oder wäre auf ein Festival gegangen.

  4. Says:

    […] Nachdem ich gelesen hatte, dass das Konzert auch bei anderen nicht so gut ankam (siehe z. B diesen Blog hier), wollte ich mich ein wenig in der Presse von A bis Z erkundigen, was die denn dazu sagt. Das […]

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