Archive for the ‘01_Home’ Category

Gastieren, wie Gott in Gelsenkirchen.

Montag, August 3rd, 2009

Heute verstehe ich, warum es für die Region so wichtig wäre. Kein Sportreporter konnte bis heute beleuchten, was denn warum so wichtig wäre, für die Region. Hellhörigkeit wäre allerdings angezeigt gewesen, als es an der Rezeption des Gelsenkirchener Hotels hieß: „Da haben Sie aber Glück. Es ist gerade noch ein Zimmer frei geworden.“ Als erstes Haus am Platze, hatte das Hotel zur Post seine beste Zeit augenscheinlich ausgangs der 70er erlebt. Gelsenkirchener Barock schmückt die dunkle Empfangshalle. Na dann: Glückauf!

Straßenbahn-Haltestellen tragen Namen wie „Bergmannsheil“. Und die Menschen werden mit Slogans erreicht, die gewiefte Wahlkampfstrategen getextet haben: „Weiter mit Barnowski“. Oder Horst Schlämmer, dessen erste Pressekonferenz als kandidierender Kanzler gerade live beim Nachrichtensender läuft. Ehrliche Arbeit. Das liefern die Menschen in diesem Revier ab. Und nach dem Abendessen sagte der Mann, laß mich noch eben eine Hausratversicherung bei der Victoria abschließen gehen, damit die Königsblauen auch ja Meister werden, dieses Jahr. Oder eben im Nächsten. Auf dem Rückweg brachte er noch Zigaretten von der Trinkhalle mit.

Überhaupt das kulinarisch Kommunikative. Eng verwoben, bricht sich beides Bahn in diesen Kommunikationsbrutstätten der Region. So manche Bude der Region ist dem Verkauf von Dönerspeisen gewidmet. Besonders angesagt: Dönerbuden ohne Dönergericht auf der Karte. Erstmal eingekehrt, ist es da nicht weit her mit der Order eines Gelsenkirchener Gedecks: Das gute alte Mettbrötchen. Mit einem frischen Pils der Marke Veltins verköstigt, ein ehrlicher, regionaler Genuss und gut für die Region. Auskünfte werden ungefragt erteilt. Das ist im Preis mit drin. Keine Servicegebühr wie bei der Bahn. Topf sucht Deckel. Die Antwort passt nur nicht immer auf die Frage. Aber dafür ist der Interviewer umfänglich über Befindlichkeit von Person und Region informiert. Reinhold Beckmann sollte häufiger hier gastieren, um nach Antworten zu suchen. Es wäre so wichtig. Für die Region.

U2 360° TOUR: Unforgettable Moment

Samstag, Juli 18th, 2009

U2 Live - The Unforgettable Fire from MS on Vimeo.

A Soundtrack of Change (Die Setlist)

Breathe
No Line On The Horizon
Get On Your Boots
Magnificent
Beautiful Day
Mysterious Ways
I Still Haven’t Found What I’m Looking For
Angel Of Harlem / Man In The Mirror / Don’t Stop ‘Til You Get Enough
Stay (Faraway, So Close!)
Unknown Caller
The Unforgettable Fire
City Of Blinding Lights
Vertigo
I’ll Go Crazy If I Don’t Go Crazy Tonight (Remix Version)
Sunday Bloody Sunday
Pride (In The Name Of Love)
MLK
Walk On / You’ll Never Walk Alone

Zugaben:
Where The Streets Have No Name
One

Zugaben:
Ultra Violet (Light My Way)
With Or Without You
Happy Birthday to Nelson Mandela
Moment Of Surrender

Neon trifft Nora Tschirner im Atomic Cafe in München.

Dienstag, Juli 14th, 2009

Planen oder treiben lassen? Einen Tag nach Ihrem Geburtstag trieb es die Keinohrhasen Schauspielerin und MTV-Moderatorin Nora Tschirner jedenfalls ins Münchner Atomic Cafe, wo sie von den Neon Chefredakteuren zu diesem Thema befragend in die Mangel genommen wurde: „Sex ohne Liebe, geht das? Ein Freund, der mit 28 noch bei Muttern wohnt? Wie stolz sind denn die Eltern auf die Karriere? Nora, eine Business-Bitch?“


nora-tschriner_neon_atomic.jpg

Wie auf den Beginn einer Eiskunstlauf-Revue freuend, durften sich all jene fühlen, die einen der raren Sitzplätze im kleinen Münchner Alternative-Club ergattert hatten, um den Antworten zu lauschen, denn: „das dauert heute länger hier…“ Das kündigte die kesse und wortwitzige Berliner Gern-Rednerin gleich mal zu Beginn an. Unumwunden macht Nora allerdings auch gleich deutlich, dass das mit dem Planen so eine Sache ist. Sie verlässt sich lieber auf ihr gutes Bauchgefühl. In jedem Fall seien aber schon schulpflichtige Kinder unterwegs – im Bus aus Malawi.

Nach soviel anstrengender Fragerei ist es eine prima Idee von Nora doch mal die Sitzplätze tauschen und die ausharrend stehende Menge sitzen zu lassen. Während die meisten noch Mallorcatechnisch argumentieren („Ich bin aber schon seit 8 Uhr hier…“), geben andere tatsächlich Sitzmöbel frei. Frauen und Kinder zuerst, hat jetzt die Spätschicht die Möglichkeit des Sitz-Lauschens. Offen allerdings bleibt die Frage, ob Fräulein Tschirner sich voerst noch weiter bauchfühlend durch das Leben treiben lässt oder schon plant einmal ein Buch über das Leben zu schreiben. „So, dann ham wa’s ja, Aus die Maus“ und ab geht’s durch den Glitzervorhang. Einfach treiben lassen. Ungeplant.

Wo Straßen keine Namen mehr tragen.

Sonntag, Juli 12th, 2009

Auf 2.600 Meter wird es dünner, mit der Luft. Rote Blutkörperchen umschmeicheln hier die Blutbahnen. Jetzt ist Kurzatmigkeit - in union mit üppigem rotem Blutanteil - häufiges Resümee aphrodisierenden Wirkens. Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund, denke ich aber und greife lieber sitzend nach dem Gipfel.

alpspitze_gipfel.jpg aplspitzbahn.jpg klettersteig.jpg

I wanna run, I want to hide
I wanna tear down the walls
That hold me inside.
I wanna reach out
And touch the flame
Where the streets have no name.

The city’s a flood, and our love turns to rust.
We’re beaten and blown by the wind
Trampled in dust.
I’ll show you a place
High on a desert plain
Where the streets have no name
Where the streets have no name
Where the streets have no name.

O2 World on Tour: Die Sportfreunde Stiller unplugged.

Sonntag, Mai 17th, 2009



Auch an einem Tag, an dem Bayern gegen den Aufsteiger Hoffenheim die Meisterschaft verspielt, muss ein Rockstar auf die Bühne. Harter Bühnenalltag für Sportfreund Peter. Doch die Sportfreunde Stiller spielten heute leichtfüßig in der O2 World in München. Unplugged. Im sitzen. Und mit akustischen Instrumenten, wie ich einem überraschenden Fan-Kommentar entnahm. Die Sportis spielten neben Klassikern einen neuen Unplugged-Hit ihres Unplugged Konzerts in New York - das am Sonntag auch auf MTV zu sehen ist - Rock’N'Roll Queen von The Subways und Udo Jürgens’ Ich war noch niemals in New York. Das Konzert machte Spaß, weil die Sportis im ungewöhnlichen Unplugged-Format überzeugten und der Gig an längst vergangene Zeiten kleiner Clubtouren erinnerte, bei denen lauschende Musik-Herzen höher schlagen. Small is the new big.

Biergarten-Geflüster.

Freitag, Mai 8th, 2009

Ein Mann, sitzend und wartend an einem Tisch im Biergarten.
Eine ihm bekannte Frau tritt auf. Offenbar unvereinbart nachterminlich.

Mann (verständnis-resistent): Wo warst Du? Warum kommst Du erst jetzt?
Frau (rehabilitierend): Ich habe nach dem Weg gesucht!
Mann (bass erstaunt): Hast Du den denn nicht mit Google ausgedruckt?
Frau (unverzagt): Doch. Diese Wegbeschreibung. Die hab ich ausgedruckt. Da schreiben die - en detail - wie man von A nach B kommt.
Mann (nervös): Und, was schreiben die?
Frau (selbstgewiss): Da stand, ich solle nach rechts gehen.
Mann (gebannt): Und? Bist rechts abgebogen?
Frau (geknickt): Ich bin nach links gegangen.
Mann (kapitulierend): Pfff.

Schnelldurchlauf - Die Woche.

Samstag, April 25th, 2009

Frauen tragen T-Shirts mit Front-Aufdruck: Jackpot. Wie herrlich. Und wie wahr. +++ Kerner nicht mehr beim ZDF. Gößter Verlust seit DTH (Dieter Thomas Heck). Kein K&K mehr? (Kerner&Kahn) +++ Klinsi verliert. Nicht neu. Nur: Wie lange noch, bis der FCB ruiniert ist?

Der Tag, an dem ich Louis de Funes traf.

Samstag, April 25th, 2009

Der Frühling ist toll. Wenn man nicht Single ist, oder heuverschnupft. Dann schlendert es sich sagenhaft am Schliersee, sagt man dem Ski-Wasi Servus, füttert Enten endlos und freut sich über fantastische Franzosen.

Eine Bank weiter sitzt dieser kleine Franzose, der ausschaut wie Louis de Funes und er verrät mir doch glatt das geheime Rezept für sein mitgebrachtes Baguette. Muskatnuss müsse rein, meint er. Das sei das ganze Geheimnis. Nein! Doch! Ohh!
Hier das Rezept:

Was er denn mit dem teigigen Mitbringsel aus der Heimat wolle, will ich von ihm wissen. Bavarien sei kein unbeschriebenes Blatt, wenn es zum Thema Brot komme, lasse ich beiläufig mein Wissen um bavarische Traditionen einfließen. „Enten füttern“, antwortet mir der findige Franzose. Und schon verköstigt er mit seiner Baguettestange das heraneilende Vogelvieh. Das hat wohl lange keine so leckeren Teigwaren französischer Machart mehr verspeist. Ob es allerdings zum Fütterungsritual gehört, dass die Ente eine Eskimorolle macht und längerfristig mit dem Unterteil zuoberst im Stand-By Modus verharrt, vermag ich nicht zu beantworten. Es ist in jedem Fall eine Reaktion auf den heranfliegenden Franzosenlaib. Sauberer Treffer am Kopf. Den Franzosen kann ich dazu nicht mehr befragen: Als ich zum Ufer schaue ist dieser bereits verschwunden.Er weiß, warum.

„Wieso schwimmt denn diese Ente dort falsch herum??“, befragt mich ein bild-investigativer Pensionär von der Seite und deutet mit seinem Stock Richtung See. „Und warum schwimmt da eine Brotstange auf dem See?! Sie haben doch wohl nicht …?“ „Nein, hab ich nicht. Louis de Funes allerdings…“

In diesem Moment gesellt sich zu dem Pensionär auch wieder Wiltrud, die gemütliche Singlefrau auch Werne, die ich schon auf der Hinfahrt im Zug getroffen hatte. Dort fragte sie mich, ob das mein Zwillings-Kinderwagen sei, der da doch bedenklich unvorschriftsmäßig im Gang stehe. Ihr Fahrrad müsse ja auch noch irgendwo Platz finden. „Nein, das ist nicht mein Kinderwagen. Aber ich halte gern Ihr Fahrrad fest, solange wie Sie die Zwillinge der Mutter auf dem Arm halten, damit die Zwillings-Mutter den Kinderwagen um- und Sie Ihr Rad vorschriftsmäßig einparken können.“

„Na soll ich mal Ihren Rucksack halten, während Sie bei der Ente Mund-zu-Mund-Beatmung machen?“ fragt mich jetzt Wiltrud triumphierend. Sehr witzig. Wenn ich das nächste Mal zum Schliersee fahre dann nicht zum Schlendern am See sondern ausschließlich zum Wandern in den Bergen. Wo steht eigentlich das Schild „Füttern verboten“? Da sind doch neulich Oliver Kahn Schilder aussortiert worden.

Schnelldurchlauf - Die Woche.

Sonntag, März 29th, 2009

Gelsenkirchen I: U2 bietet Tickets für 179,– Euro feil. Welche Rechte erwirbt man damit? Eine einwöchige Mitreise im Tourbus der Kapelle? +++ Uschi Bluhm - die Diva ist zurück. +++ Gelsenkirchen II: Der Titan dreht lieber Bollywood-Filme als Hollywood in Gelsenkirchen zu erleben.

Kohlfahrt in Bavarien.

Samstag, Februar 14th, 2009

Nicht immer nur Schweinsbraten, Haxe und Knödel! Bavarien ist um eine dolle Attraktion reicher und hat in München seine erste echte Kohlfahrt gesehen. Bei glänzenden äußeren Kohlfahrt-Reise-Bedigungen hatten wir uns ein wärmendes Kohlessen mehr als redlich verdient, u.a. durch einen engagiert geführten Schneeballzielwurf-Wettstreit. Zugegeben, den hatten einst die Kohlfahrt-Gründerväter soo nicht vorgesehen. Wie ich höre, wird auf norddeutschen Feldern allerdings just und neuerlich frischer Grünkohlsamen gesät.

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