4 mal Fanta, bitte!

Ohne meine Putzfrau machte ich mich gestern auf den Weg zum Fanta Vier Konzert der Fornika Tour in München. Unbesonnen und voller Unnot, tat ich dies, ohne ein vorverkäuflich erworbenes Eintrittsdokument in der Tasche. (Das Wort “Unnot” habe ich gestern frisch gelernt. Auch wenn der Duden anderer Meinung ist: Finde ich ganz schön. Auch das Wort “Aggro” war mir bis gestern übrigens, trotz der Nähe zum Wortstamm “Aggressivität”, von der Bedeutung her rätselbehaftet. Es geht öfter mal diese Rundmail rum, die Anzeichen auflistet, die einem aufzeigen, dass man älter wird. Ich finde dieses Wort muß mit auf die Liste.).

Die Fantas jedenfalls sind eine große deutsche Band. Nicht trotz, sondern wegen ihres Alters. Große Bands erkennt man daran, dass sie über mehrere Jahrzehnte “am Start” sind. Eltern erzählen einem gern von diesen Bands: “Die hab ich früher auch schon gesehen.” Außerdem haben die Fantas vereinzelte Textzeilen zu Papier gebracht, die jenseits von “Take me Tonight” Aufsehen erregten. Wie großartig muß es sein, wenn 10.000 Menschen von Dir getextete Worte so mitsingen, als wären sie schon immer so im sprachlichen Gebrauch gewesen: Zweifeln wir an der Power, dann powern wir unsere Zweifel.

Mein Eindruck war, die Herren D, Y, Beck und Smudo waren bei diesem Auftritt sehr gut gelaunt und hatten viel Spaß. Das lag sicher auch am textversierten Publikum und der richtig guten Stimmung beim Mix aus Klassikern und neuer Scheibe. Wie sagte schon Helge Schneider im alten Reinhold-Helge-Spiel: Dann nehmen wa Fanta und Cola, da können wa mischen! Also ich sag das selten, aber wenn die Jungs morgen wieder spielen würden, ich würde da wieder mitmischen.

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