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Ostermarsch 2008.

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Es hängt ja alles irgendwie zusammen. Die Ostertage kommen da zurecht um diese frühe Zeit des Jahres daher, um über alles nachzudenken. Und darüber, wie es denn zusammenhängt. Mir fiel beispielsweise ein interessantes Weinlexikon mit dem Untertitel “Für Anfänger und Liebhaber” in die Hände. Nun stellt sich die Frage: Was soll man über ein Weinlexikon denken, in dem an 12. Position der Eintrag “Afghanistan” zu finden ist?

Die Deutsche Bahn fährt zwar nicht nach Afghanistan, aber transportiert mal wieder über die Ostertage hoch entspannte und unterhaltsame Osterreisende. Für diese hat sich der sympathische Reiseanbieter mit Herz folgende tolle Aktion ausgedacht: An Board wird im allseits beliebten Boradrestaurant ab sofort nach dem Rezept von Sterneköchen gekocht. Wenn ich es richtig verstanden habe kocht auf meiner Fahrt Jean-Pierre Bruneau aus Belgien, ausgezeichnet mit 2 Sternen und 4 Hauben. “Bitte probieren Sie die Erbsensuppe,” sagt das junge Lautsprecher-Fräulein noch, bevor auch schon erste Stautendenzen auf den Gängen erkennbar sind. Das beeindruckt schließlich und macht auch den letzten Reisenden neugierig, lädt es doch ein zum Schlendern in die Boardkantine.

Ich hab im Übrigen keine Erbsensuppe nach Bruneau Art gegessen. Ich hatte bereits lecker Fisch gespeist, als ich die tags zuvor in Bremerhaven war. Da gibt es die feinsten Fischdelikatessen kann ich berichten. Hmm, lecker!

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Das zweite Bild ist übrigens nicht - wie man sehr einfach aber verwechlungsbehaftet vermuten könnte - in Dubai aufgenommen. Nein nein! Ich war hier nicht für einen, die Ökobilanz belastenden, Kurzurlaub vor Ort. Auch dieses Bild stammt aus Bremerhaven. Ja, auch eine Stadt, die unter einer 25%igen Unterbeschäftigung leidet, erfordert ein anständiges Qurtier für die zahlreichen Investorenbesucher, die einmal in den Bombenstandort investieren möchten. Die müssen sich das dann ja auch richtig gut gehen lassen können, wenn sie kommen. Womit sich der Kreis wieder schließt, denn lecker Fisch und Bremerhaven und gut gehen lassen hängen ja auch irgendwie zusammen.

Aber ohne den Gedanken zu verlieren: Wo man an die Bahn denkt ist wer nicht weit? Na klar, tara, die Post ist da. Bei diesem Vorgang ist ja noch offen, wie es dem Herr Zum Winkel gelang, die Million nach Liechtenstein rüber zu schieben. Eine schöne Erklärung dafür hat Dittsche gefunden, den ich auf der Zugfahrt hörte: Als reiner Chef, ist es ja einfach eine Sondermarke als 10 Euro Wertmarke und dem Gesicht vom Chef rauszubringen. Dann muss man nur noch alle Abteilungsleiter verpflichten jede Woche einen Bericht mit der Briefmarke drauf an das möblierte Wochenendappartement in Lichtenstein zu schicken. Da die Briefmarke nicht abgestempelt wird, weil es will ja niemand dem Chef einen Stempel aufn Kopf hauen, kann der Chef dann am Wochenende mit Hilfe des Dampfes vom Wasserkocher, der zur Ausstattung des Zimmers gehört, die Marke ablösen und bei Edeka gegen Bargeld tauschen. So sind ruckzuck eine Millionen zusammen. Ein schönes Modell, das gerade zu Ostern den einen oder anderen auf den Geschmack bringen könnte.

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