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Archive for the 'Allgemein' Category

Olaf Schuberth im Lustspielhaus.

Olaf Schuberth, nach eingener Auskunft in Prä-Polen, Sub-Minsk, also dem Speckgürtel von Wladiwostok wohnhaftig, erfreute sein Münchner Publikum im Lustspielhaus mit lyrischem Allerlei. Jetzt muss man sich schon von Ossis zum Lachen bringen lassen. Heute las ich, dass die DDR ein Land war, dass seine Bürger so sehr liebte, dass es sie gar nicht hergeben wollte. Nach Ansicht eines Live-Autritts kann man das verstehen.  Auch, wenn es zu unschönen Szenen - brüsk im Duktus - kommen kann:

Freibad-Toni am Starnberger See.

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Es duftet nach Sonnencreme, in der Arena auf Schalke. Wie ein Badeurlauber liegt Freibad-Toni (Ailton) vor der Sinalco-Werbebande. Entspannt, mit der Seelenruhe eines Gelsenkirchener Sommertages eins, alle Vorteile dieser Positionierung vollumfänglich auskostend und genießend. Allein ein türkisches Dampfbad mit nachfolgender Thaimassage hätte ein solches Bild grenzenloser Entspanntheit noch bunter wirken lassen können. Das war 2005.

Sehr viel länger ist es her, dass ich das letzte Mal im Freibad lag. Inspiriert von Freibad-Toni also, mache ich mich auf zum wundervollen Starnberger See, der Perle der Bayerischen Seenlandschaft, um meinem großen Vorbild in Sachen Freibadkultur nachzueifern und es mir über das Wochenende ein bischen bequem einzurichten.

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Wer sich mit der S6 nach Starnberg aufmacht, fragt sich zunächst, ob er nicht versehentlich im falschen Zugteil eingestiegen ist. Ein kurzer prüfender Blick ans Wagenäußere, bevor sich die Türen piepend schließen. Nein - Starnberg steht da geschrieben, nicht „Butterfahrt“. Dennoch: Weiße, beige und khakifarbene Leinenstoffe bestimmen das Bild. Landkarten werden während der Fahrt gemeinsam studiert. Wenn Sie sagt, die Haltestelle ist nicht mehr drauf, schaut Er lieber noch einmal selbst nach. Fragen, die gestellt werden müssen, werden gestellt: Hast Du die Badezimmertür aufgelassen? Sind die Fahrkarten gestempelt?

Das Freibad ist ein Mikrokosmos, dem man mikroskopisch auf die Schnelle gar nicht vollständig gerecht werden kann.

Eindrücke: Wie eine Wundertüte sind vakant-benachtbarte Liegenschaften auf der dicht besetzten Liegewiese zu bewerten. Man weiß nie, welcher Überraschungsgast in Kürze Anwartschaft auf den Nachbarsplatz erheben wird - und ob man diese Gesellschaft genießen wird können. “Margot, laß doch den Wurstsalat im Schatten.” Dieser, erklärt Papa einer augenblicklich orientierungslosen Margot, stehe nämlich “genau auf Achse”. Verstehe! Daher die peinlich genauen, 60-minütigen Ausrichtarbeiten am Sonnenschirm direkt nach Ankunft. Beim Essen im Freibad frage ich mich immer: Wer so alles Pommes ißt? Beim Schwimmen trägt der Starnberger Brille. Sonnenbrille. Und beim Steckenbleiben auf der Kinderrutsche wird mir bewußt, wie schwer es dicke Kinder haben, die Pommes essen. Hoch und heilig verspreche ich dem Bademeister, nie wieder Witze über dicke Kinder in Betracht zu ziehen. Jener hatte mich ja schon freundlich über eine Lautsprecheransage bekannt gemacht: „Kein Stau aufe Rutsche, daa-haa!!“

Freibad-Toni müsste man sein. Dann kann man auch am Starnberger See liegen wo man will.

30 Seconds to Mars: Jared Leto live in München

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Meine Eintrittskarte hatte mich ja bereits vorbereitend darauf hingewiesen, dass im Zenith unbestuhlt veranstaltet würde. Das ich nur wenige Tage nach dem Bayern Malheur in Petersburg an einen solchen Ort gehen würde, der Zenith heißt, läßt sich möglicherweise noch erklären. Das ich allerdings hinter einem pommesschrankefarbenen Absperrband traurige zwanzig Meter vor der Bühne zum Stehen kommen mußte, obwohl noch ausreichend Platz direkt vor der Bühne war, finde ich wirklich erklärungsbedürftig, für ein Rockkonzert.

30 Seconds to Mars werden stimmlich von dem charismatischen Sänger Jared Leto begleitet. Und das ist wohl die Untertreibung des Jahres, denn der smarte und - das muß Mann zugeben - nicht übel ausschauende Actor, der in American Psycho und Fight Club spielte, ist die Band. Entsprechend lag der Frauenanteil am Gesamtbesuch bei wahrgenommenen 90%. Wie hoch der Schmachtanteil lag, vermag ich nur zu erahnen. Ich würde ihn auf einen 3-stelligen Prozent-Bereich justieren. Auch der Kreischanteil war bemerkenswert Boy-Group tauglich einzuschätzen.

Der wohl einzige Mann außer mir war der Mann mit dem Silberkoffer. Voll tätowiert pendelte er unentwegt in Unterhemd und mit halbgetönter Sonnenbrille (München gefiel tagsüber durch herrliches Sonnenscheinwetter) zwischen Backstagebereich und den ersten Reihen hin und fort, was ich ja bestens aufgrund meiner tollen Position direkt hinter der Absperrung beobachten konnte. Es war kein Gitarrenkoffer wie ihn Antonio Banderas in Tarantinos Dusk till Down bei sich trug. Es war mehr so ein Lufthansa Alu-Reiseköfferchen. Vielleicht war der Herr einfach von der Maske. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall erscheint es mir irgendwie umständlich sich mit einem Koffer auf einem Rockkonzert die Zeit zu vertreiben. Gut, muss er aber selber wissen. Ausreichend Platz für das Tragen eines Koffers als Accessoire war ja zwischen Absperrung und Bühne vorhanden.

In amüsierender Erinnerung geblieben sind mir während der einstündigen Wartezeit zwischen Support und Hauptact, die beiden VIP-Tussis, die stolz wie Oskar dem Ordner ihren Backstage Paß zeigten und darufhin zu den vermeintlich besten Plätzen seitlich der Bühne geführt wurden. Jetzt stellte sich aber raus, dass die beiden Grazien dort ziemlich abseits im Dunklen standen und sich keine Sau für sie interessierte. Auch das Jared hier auf dem Weg zum Podest kurz Halt machen und Bussi links, Bussi rechts, auf ein kurzes “Hallo, wir sehen uns im Hotel” halt machen würde, schien nach einer kurzen Sondierungsphase nicht wirklich im Bereich des Wahrscheinlichen.

Also kamen die Beiden wieder aus dem VIP-Bereich zurück, am Ordner vorbei, und - na klar - direkt vor mir, inklusive ihrer Hochhackigen, zum Stehen. Sie standen jetzt also vor mir, jenseits der Absperrung. Ich, weiterhin diesseits unbestuhlt positioniert, und das, obwohl die Damen deutlich nach mir eintrafen. Ich weise den Ordner auf dieses offensichtliche Versehen und die missliche Lage hin, dem ist das aber irgendwie aufreizend egal, als dann auch schon das Konzert los geht und die Beiden um die Wette kreischen, als wären sie Jared Leto höchstselbst. Ich bin jetzt irgendwie doch froh, dass uns eine Absperrung trennt. Irgendwie hoffe ich auch noch insgeheim, dass der Silberkoffermann doch einen identischen Inhalt beherbergt, wie Antonio Banderas Gitarrenkoffer. Man weiß nie, ob einem Silberkoffermann so ein Kreischen so uneingeschränkt gefällt. Meine Chancen auf eine freie Sicht würde der Wunsch freilich erhöhen.

Zeitgeist - Smashing Pumpkins in der Olympiahalle.

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Today ist the greatest day I’ve ever known. Zum Auftakt ihrer Zeitgeist-Deutschlandtournee spielten Billy Corgan und seine Smashing Pumpkins in München. Ein großartiger Tag der Vorfreude auf eine der besten Alternative-Rock Bands der Geschichte. Grunge wollten sie ja nie sein, auch wenn sie zeitgleich mit Nirvana und Pearl Jam aufkamen. Beeinflußt waren sie immer auch von The Cure. In jedem Fall ist es eine jener Bands, die eine Epoche und einen Stil geprägt haben. “Mellon Collie And The Infinite Sadness” ist das meistverkaufte Doppelalbum der Neunziger.

Nun hat die Band seitdem ja unruhige Zeiten - bis hin zur Trennung - hinter sich. Das die Halle allerdings nur halb gefüllt war ist dann doch etwas enttäuschend und irgendwie auch unverdient. Billy Corgan quittierte diese Feststellung mit der Vermutung, dass viele der Fans von damals verstorben sein müssten, sonst wären sie ja heute abend hier. Die Band ließ sich diesen Umstand aber sonst nicht weiter anmerken. Im Gegenteil sie spielte satte zweieinhalb Stunden bestes Programm quer durch die Bandgeschichte.

Dabei entstand zunächst der Eindruck, die Bühne sei noch gar nicht vollständig aufgebaut, so sparsam war sie ausgestaltet. Es handelte sich eigentlich nur um ein Podest mit einem Schlagzeug und einigen geparkten Boxen drauf. (Scheint wohl dem Zeitgeist und Verständnis der Pumpkins zu entsprechen, sich auf das Wesentliche = die Musik, zu konzentrieren. “F*** the faked world out there.”) Doch schon tapste Billy Corgan vornweg durch das Dunkel der Halle auf die Bühne. Der Gute hatte sich offensichtlich noch flux auf dem unweiten Tollwood-Gelände (einem Alterantiven Festival) eingekleidet. Der die Lenden schmückende Rock hätte aber auch als Diskokugel durchgehen können. Musikalisch wurden alle, die nun freundlichen Britpop erwartet hatten enttäuscht. In feinste Melodien und Hymnen gruben sich brachiale Gitarrensoli und sonstige Kracheinlagen. Ich glaube, Billy Corgan wäre eigentlich gern Queen’s Fredy Mercury geworden. Eine Rockoper entwickelte sich nach und nach. Stimmung kam bei allen Hits auf. Insgesamt machte das Publikum allerdings nicht den Eindruck, viele derer zu kennen. Cherub Rock, Quiet, Today, Disarm, Tonite Tonite, Bullet with butterfly wings, Stand inside your love und Perfect waren ntürlich darunter. 1979 gab es als Acoustic Solo. Dazu Titel von der neuen Scheibe Zeitgeist, die ich bislang nicht kannte. Alle Titel waren keineswegs 3:30 Tracks, sondern reine Bühnenversionen, die zeigten, dass da jemand seine Gitarre und auch sein Schlagzeug schon ein, zwei mal zuvor bedient hatte. Großartig.

Ich schau ja immer gern wo sich die Damen und Herren Rockstars vor und nach dem Konzert aufhalten. Am 23.02. spielen die Chicagoer in Berlin. Ich gehe davon aus, dass sie für den 22. keinen Platz bei der Mitfahrzentrale in Richtung Norden bekommen konnten. In jedem Fall spielt eine große Rockband in der Hauptstadt. Dit könnt ihr mir abkoofen!

Schloß Neuschwanstein.

Nach 3 Tagen Wiesn fragte mich mein Besuch, ob es denn nicht auch noch etwas anderes gibt, als Wiesnzelte. Zumindest ein mal ein Fahrgeschäftel müsse doch im Bereich des Möglichen sein.

Ich schlug Neuschwanstein vor und so schloss sich sogar der Kreis zu meiner Kindheit, denn hier war ich schon einmal als Bub gewesen - inklusive Lederhose und Spazierstock, an den man diese kleinen Aluschildchen zimmern kann.

Neuschwanstein ist märchenhaft. Wenn man sich in diese Kulisse schummelt sieht das auf dem Bild dann so aus:

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Beach Volleyball in München

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Heute Nachmittag war Finaltag bei der smart Beach Tour am Flughafen München. Da ich als Nordlicht und Strandkind ja seit 2 Jahren den Strand sehr vermisse, lasse ich es mir natürlich nicht entgehen und bin dabei, wenn ein echter Strand zu Gast in der Stadt weilt. Ausserdem ist Beachvolleyball ein großartiger Sport voller Dynamik und Spielfreude. Viele denken wahrscheinlich bei Volleyball an das Schulvolleyball, wo man immer mit Mädchen zusammen spielen mußte, die Angst vor dem Ball hatten. Aber so ist Beach Volleyball ganz und gar nicht! Ganz im Gegenteil: es macht viel Spaß zu zu sehen und die Atmosphäre ist immer großartig fröhlich-ausgelassen. Wie ein Kurzurlaub am Strand eben.

Da ich am Flughafen war habe ich - einfach mal interessehalber - geschaut was ein Flug nach Sydney kostet, wenn man ihn denn heute buchen würde. 1.165,37 Euro mit Qantas. Australien ist ja ein sehr beliebtes Reiseziel.

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