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Archive for the '03_Reisen' Category

China_2007

26.04. - Peking - Xi’an

“You must be brave,” lobt mich eine US-Chinesin, als ich am Nachmittag zu einem echten Erlebnis aufbreche: Der Nachtzug in das 13 Stunden entfernte Xi’an. Sie selbst ist das erste Mal reisend im eigenen Land unterwegs und würde sich niemals zutrauen ihr eigenes Land allein zu bereisen. Zur Melodie von “Ole Grün-Weiß, Ole Grün-Weiß” setzt sich auch schon bald der Zug in Bewegung. Continue Reading »

China_2007

25.04. - Peking

Wir fahren zur Großen Mauer und entscheiden uns, es auf eigene Faust zu versuchen. Denn auf Badaling, einem CocaCola-Fanta-Lemon Spot unweit von Peking, kann ich gern verzichten. Daher setzen wir alles auf eine Busfahrt mit dem öffentlichen Autobus bis zur Endstation und dann - ja und dann? Weiter mit der Taxe. Weiter mit der Taxe sagt sich so einfach. Dabei ist es ja manchmal in Berlin schon so eine Sache, bei der sprichwörtlichen Freundlichkeit der Hauptstadtfahrer:

“Entschuldigung, sind Sie frei? Können Sie mich zum Flughafen fahren?”
“Seh, ick so aus, oder wat? So weit kommt det noch, wa, mittags quer durch de Stadt brausen, Männeken, ick werd Dir helfen … Na ja, steigen Se ersma ein.”
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Guilin

Guilin liegt im Süden Chinas, am Li Fluß und ist eine Perle der Natur. Daher habe ich ein paar Bilder von ihr geschossen.

Mehr Fotos!

Hier direkt mal ein zweiter Teil Fotos. Geknipst in der alten Kaiserstadt Xi’an, dem Ausgangsort für meine Besichtigung der Terrakottaarmee (lustiges Wort!), die die Grabanlage des ersten chinesischen Kaisers bewacht. Es ist das kulturelle Zentrum Chinas, aus dem bislang die meisten historischen Funde vermeldet wurden. Da die Chinesen nach eigener Dartellung ja bei so ziemlich allem die Ersten waren, hält sich das Gerücht, demnächst würde der Fund des ersten Snowboards verkündet. Xi’an selbst hat ein ganz hervorragendes muslimisches Viertel, in dem es lecker zu Essen gibt. Ausserdem scheint der große SV Werder dort nicht unbekannt zu sein. Einfach mal zurücklehnen und schauen …

Fotos!

Ich habe einen ersten Teil China Fotos zusammengestellt, die in Peking und an der großen Mauer aufgenommen wurden.
Die Slideshow ist mit Imageloop gemacht - tolles Widget, wie ich finde. Vor allem kann man soviel Bilder hochladen wie man will. Allerdings kann es mal wieder - wie viele andere Dinge - nicht in Wordpress direkt eingebunden werden. Trotzdem viel Spaß!

Nachtrag: Jetzt gibt es die Bilder auch direkt hier zu sehen (mit Slide.com). E Wola!

Warst Du das Süß-Sauer?

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15.000km, 7 Städte, ein Zug, mehrere Flugzeuge, Taxis und Hotels, ein Boot, ein Fahrrad und vor allen Dingen unzählige Fußkilometer. Das ist mal die nüchterne fernöstliche Bilanz der letzten Tage, die - dreist wie sie ist - einfach mal die 6 Milliarden Chinesen unterschlägt, die mir begegnet sind (Jetzt werden viele denken, jetzt übertreibt er aber, auf dem Bild da isser doch ganz alleine, soviele können das doch gar nicht sein. Ich kläre gern auf: Das Bild ist natürlich vor der Reise und einer Fototapete aufgenommen worden).

Da mich die chinesische Zensur darin hinderte, mein Tagebuch online zu führen, wäre die Bilanz in den nächsten Tagen jetzt noch mit ein paar Geschehnissen anzureichern. Und Klopper gab es reichlich.

Bis dahin zumindest schon einmal meine Reiseroute als Google Map.

Vor meiner Rückkehr habe ich mir noch einmal Süß-Sauer einpacken lassen. Wer war das nochmal?

Hier ist der erste Teil meines Online Tagebuchs.

China_2007

24.04. - Peking

Die Dauergrinsenummer hier habe ich ja bereits verinnerlicht. Aber ich scheine trotzdem irgendwie aufzufallen. Chinesen unterstellen einem offensichtlich außerirdische Herkunft, wenn Ihnen Europäer begegnen. Das soll mich nicht stören - ich gehe gleich in der Königsdisziplin an den Start und fahre mit dem Fahrrad ( jaa, der Papa auf dem Drahtesel!) durch die Stadt. Ziel ist der Sommerpalast. Eventuell stellt sich aber auch der Weg als das Ziel heraus oder das Krankenhaus. Wer weiß. Mal sehen wie weit ich komme.

Ich habe meinen Fahrradführerschein ja in Amsterdam gemacht. Wenn das keine fundierte Ausbildung für die Straßen dieser Welt ist, weiß ich es nicht. Verkehrsregeln im klassischen - sprich: deutschen - Sinne, gibt es zunächst mal nicht. Eher kann man von illustriertem Darwinismus sprechen, wenn es zum Thema Verkehr kommt. Hier wird auch nicht deutsch gehupt sondern eher im gesellig-sozialen, ich will meinen: kontaktfreudigen, Sinne. Man macht sich der Welt gegenüber bemerkbar, man behupt sein bescheidenes Dasein als ein kleines Rädchen im Werk des lieben Herrn. Daher sollte man das Hupen eines rückwärtig heran nahenden Autos auch nicht persönlich und als ein Ertappen beim Übertreten eines allgemein anerkannten Verkehrsregelements nehmen. Bevorzugt ist es zu deuten als ein: “Hallo, ich bin hier unterwegs, bitte einmal an die Seite getreten, hier komme ich. Ist zwar Rot aber, aber ich schaue deshalb doch nicht - weder rechts noch links. Ich fahre. Paß doch auf!”

Sympathisch eigentlich. Das Pekinger Verkehrsballett. Präsentiert von Carsten Speck (der uns leider direkt nach der Ansage verlassen muß, nicht weil sein Flieger nach LA geht, sondern weil Sperrstunde in der JVA Tegel ist). Ich würde ja gern mal mit einem Harvard Professor an einer Pekinger Kreuzung stehen und dabei mit ihm über das Gefangenendilemma diskutieren.

China_2007

23.04. - Peking
Nach einer Winzigkeit von 11 Stunden meines Lebens - gepresst in eine Polstergarnitur mittlerer Bequemlichkeit und neben ein reizend unauffälliges Ehepaar aus Amerika - erreiche ich Peking. Das allerdings heißt mich Herzlich Willkommen, indem es mich auf direktem Weg in den Knast steckt. So jedenfalls, denke ich, gehts hier gleich weiter, wenn ich ich die Reaktion des Zollbeamten richtig deute. Ich hatte mich lediglich ordungs- und auch wahrheitsgemäß in die Nichts-zu-Verzollen-Reihe eingefügt und einen halben Schritt über die auf dem Boden angebrachte Linie gesetzt. Was ich allerdings versäumt hatte, war es, einen Zettel auszufüllen, der mich berechtigte eben diesen Schritt zu tun und genau hierauf wurde ich nun mit einer Arno Dobat-Trillerpfeife und wilden Gesten hingewiesen. So läuft das hier also. Nun hatte ich gar keine trocken Brot und Wasserkur gebucht. Also schön wieder ab hinter die Linie, Zettel ausfüllen und dann nochmal wiederkommen. Geht gut los.

Nach einstündiger Busfahrt beziehe ich ersteinmal mein Quartier im internationalen Gasthaus der Uni. Ein Blick aus dem Fenster überrascht mich dann schon. Der Blick wird verstellt durch einige Bürohochhäuser. Die Überraschung liegt darin, dass diese Kulisse genausogut im neuen Berlin oder Amerika stehen könnte. Die Hochhäuser werden von einem großen Deutsche Bank Schild sowie den bekannten bunten Google Buchstaben verziert. Wie ironisch, daß mir als Erstes meine Hausbank und Google über den Weg laufen - in einem Land, in dem das Bankensystem unterfinanziert ist, keine Pressefreiheit herrscht und das Internet zensiert wird.

An diesem ersten Tag besichtige ich noch die verbotene Stadt, den Platz des himmlischen Friedens und den benachbarten Beihai Park. Außerdem mache ich Bekanntschaft mit der U-Bahn und der Tatsache, dass hier beim Einstieg Zweikampfverhalten gefragt ist. Gelbe Karten aus taktischen Gründen akzeptiert der Trainer ohne Murren. Auch steht niergends geschrieben, dass zunächst Aus- und dann Eingestiegen wird.

Border ControlGoogleVerbotene Stadt

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Ich bin dann auch mal weg.

airport_peking.jpg

Heute reise ich nach Peking. Ich fliege!
Wenn man das Bild betrachtet, könnte man auch denken ich wolle aufbrechen nach Casablanca, Palma, Montego oder Moskau. Die Idee, mich könnte es nach Podgoric verschlagen, wird wohl der kühnste der Leser nicht unterstellen.

Peking also. Ich will 17 Tage Urlaub machen. Eigentlich erwarten mich 17 spannungsreiche Entdeckungen. Mir scheint, das ist die komodere Bezeichnung. Denn: Ein Land 17 Sonnenaufgänge lang zu “beurlauben”, ohne in der Lage zu sein “100 Gramm Mettwurst, bitte” zu sagen. Das kann ja lustig werden. Heijeijei.

Vielleicht lasse ich ja Haupt- und Barthaar freies Spiel. So wie einst Harald Schmidt bei seiner Kreativpause. Er musste beides dann ja kupieren, weil der ARD-Intendant Sorge trug, dass die Fern-Seher verschreckt und um den Schlaf gebracht werden könnten, ob dieses wilden Anblicks eines Late Talkers zu eben dieser Stunde. Ich bin gespannt wie Bolle, was die Reise mit mir machen wird. Jetzt bin ich kein Latenight Talker, jedoch verbleibt aus heutiger Sicht als brisanteste Frage, was mein Intendant wohl zu meiner Urlaubs-Frise sagen wird.

Jedenfalls: Ich bin dann erstmal weg.

Ein Tag im Schnee.

Die idee, in kaprun noch eine übernachtung dranzuhängen, stellte sich recht schnell als weit hergeholt heraus. abends noch ein wenig auszuspannen, statt die stressige rückreise per bus auf sich zu nehmen, wäre genau nach meinem geschmack gewesen. kaprun besteht allerdings mehr oder weniger aus einem busparkplatz und einer talstation. dafür ist das skigebiet sehr schön. eine vielzahl von pisten die meinem können entgegenkommen, lassen mir das revier bald heimisch erscheinen. dazu zählt u.a. der schwarze steilhang, der, nach einer seilbahnfahrt auf die 3000m hohe gipfelstation des kitzsteinhorn, einzig wieder runterführt.

und da das ganze soo gut lief, und ich inzwischen wie der junge wasi die hänge runter fliege, kam ich auf die idee, heute erklimme ich stufe 2 meines olympischen trainingsplans und mache mich daran, sprünge im snowpark einzuüben. nun ja, zusammengefaßt: da braucht zunächst niemand angst vor mir zu haben, wie bild- und tonaufnahmen dokumentieren.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=CHdsXBLr-6Q]
auch wird die herren abfahrt 2010 in vancouver für mich zu früh kommen - aber 2014: aufgepaßt! (ich hoffe das kasachstan den zuschlag erhält und borat dann als fahnenträger nominiert wird…)

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