Posts RSS Comments RSS 77 Beiträge and 39 Kommentare till now
This wordpress theme is downloaded from wordpress themes website.

Archive for the '03_Reisen' Category

Gastieren, wie Gott in Gelsenkirchen.

Heute verstehe ich, warum es für die Region so wichtig wäre. Kein Sportreporter konnte bis heute beleuchten, was denn warum so wichtig wäre, für die Region. Hellhörigkeit wäre allerdings angezeigt gewesen, als es an der Rezeption des Gelsenkirchener Hotels hieß: „Da haben Sie aber Glück. Es ist gerade noch ein Zimmer frei geworden.“ Als erstes Haus am Platze, hatte das Hotel zur Post seine beste Zeit augenscheinlich ausgangs der 70er erlebt. Gelsenkirchener Barock schmückt die dunkle Empfangshalle. Na dann: Glückauf!

Straßenbahn-Haltestellen tragen Namen wie „Bergmannsheil“. Und die Menschen werden mit Slogans erreicht, die gewiefte Wahlkampfstrategen getextet haben: „Weiter mit Barnowski“. Oder Horst Schlämmer, dessen erste Pressekonferenz als kandidierender Kanzler gerade live beim Nachrichtensender läuft. Ehrliche Arbeit. Das liefern die Menschen in diesem Revier ab. Und nach dem Abendessen sagte der Mann, laß mich noch eben eine Hausratversicherung bei der Victoria abschließen gehen, damit die Königsblauen auch ja Meister werden, dieses Jahr. Oder eben im Nächsten. Auf dem Rückweg brachte er noch Zigaretten von der Trinkhalle mit.

Überhaupt das kulinarisch Kommunikative. Eng verwoben, bricht sich beides Bahn in diesen Kommunikationsbrutstätten der Region. So manche Bude der Region ist dem Verkauf von Dönerspeisen gewidmet. Besonders angesagt: Dönerbuden ohne Dönergericht auf der Karte. Erstmal eingekehrt, ist es da nicht weit her mit der Order eines Gelsenkirchener Gedecks: Das gute alte Mettbrötchen. Mit einem frischen Pils der Marke Veltins verköstigt, ein ehrlicher, regionaler Genuss und gut für die Region. Auskünfte werden ungefragt erteilt. Das ist im Preis mit drin. Keine Servicegebühr wie bei der Bahn. Topf sucht Deckel. Die Antwort passt nur nicht immer auf die Frage. Aber dafür ist der Interviewer umfänglich über Befindlichkeit von Person und Region informiert. Reinhold Beckmann sollte häufiger hier gastieren, um nach Antworten zu suchen. Es wäre so wichtig. Für die Region.

Der Tag, an dem ich Louis de Funes traf.

Der Frühling ist toll. Wenn man nicht Single ist, oder heuverschnupft. Dann schlendert es sich sagenhaft am Schliersee, sagt man dem Ski-Wasi Servus, füttert Enten endlos und freut sich über fantastische Franzosen.

Eine Bank weiter sitzt dieser kleine Franzose, der ausschaut wie Louis de Funes und er verrät mir doch glatt das geheime Rezept für sein mitgebrachtes Baguette. Muskatnuss müsse rein, meint er. Das sei das ganze Geheimnis. Nein! Doch! Ohh!
Hier das Rezept:

Was er denn mit dem teigigen Mitbringsel aus der Heimat wolle, will ich von ihm wissen. Bavarien sei kein unbeschriebenes Blatt, wenn es zum Thema Brot komme, lasse ich beiläufig mein Wissen um bavarische Traditionen einfließen. „Enten füttern“, antwortet mir der findige Franzose. Und schon verköstigt er mit seiner Baguettestange das heraneilende Vogelvieh. Das hat wohl lange keine so leckeren Teigwaren französischer Machart mehr verspeist. Ob es allerdings zum Fütterungsritual gehört, dass die Ente eine Eskimorolle macht und längerfristig mit dem Unterteil zuoberst im Stand-By Modus verharrt, vermag ich nicht zu beantworten. Es ist in jedem Fall eine Reaktion auf den heranfliegenden Franzosenlaib. Sauberer Treffer am Kopf. Den Franzosen kann ich dazu nicht mehr befragen: Als ich zum Ufer schaue ist dieser bereits verschwunden.Er weiß, warum.

„Wieso schwimmt denn diese Ente dort falsch herum??“, befragt mich ein bild-investigativer Pensionär von der Seite und deutet mit seinem Stock Richtung See. „Und warum schwimmt da eine Brotstange auf dem See?! Sie haben doch wohl nicht …?“ „Nein, hab ich nicht. Louis de Funes allerdings…“

In diesem Moment gesellt sich zu dem Pensionär auch wieder Wiltrud, die gemütliche Singlefrau auch Werne, die ich schon auf der Hinfahrt im Zug getroffen hatte. Dort fragte sie mich, ob das mein Zwillings-Kinderwagen sei, der da doch bedenklich unvorschriftsmäßig im Gang stehe. Ihr Fahrrad müsse ja auch noch irgendwo Platz finden. „Nein, das ist nicht mein Kinderwagen. Aber ich halte gern Ihr Fahrrad fest, solange wie Sie die Zwillinge der Mutter auf dem Arm halten, damit die Zwillings-Mutter den Kinderwagen um- und Sie Ihr Rad vorschriftsmäßig einparken können.“

„Na soll ich mal Ihren Rucksack halten, während Sie bei der Ente Mund-zu-Mund-Beatmung machen?“ fragt mich jetzt Wiltrud triumphierend. Sehr witzig. Wenn ich das nächste Mal zum Schliersee fahre dann nicht zum Schlendern am See sondern ausschließlich zum Wandern in den Bergen. Wo steht eigentlich das Schild „Füttern verboten“? Da sind doch neulich Oliver Kahn Schilder aussortiert worden.

Ein Glas Tee zum Glücklichsein.

Mir war irgendwie nach einem Glas Tee. Nicht nur aus einer Laune heraus. Nein. Erschöpft, von einer ausgiebigen Winterwanderung fragte mein müder Körper einen Ausgleich nach. Was gibt es Schöneres, als in einem solchen Moment in der Lage zu sein, etwas zurückgeben zu können. Ein wärmendes Warmgetränk. Zum Verwöhnen. Soviel Emotionalität, Verständnis und Intuition hat bayerische Wirtshaus-Bedienungen doch von jeher ausgezeichnet!

„Was für ein Tee darf es denn sein, der Herr?“ fragte mich die Frau, die ein bischen aussah wie Lia Wöhr im Blauen Bock von Heinz Schenk. Graues, geföhntes Haar, dreiviertel Puffärmel.


dsc02197.JPG

Da es keine Karte gab, die darüber aufklärte, über welche erlesenen Teewaren wir uns austauschten, stellte ich eine geschickte Gegenfrage. „Was steht denn zur Auswahl?“ fragte ich Christa. Diesen Namen verriet mir die Hirschgeweihbrosche, die an Ihrer Bluse befestigt war. Achtung Auswärtige: Ein Hirschgeweih hat im Kontext: Bayerisches Voralpenland - Frau nix mit der Region um Steiß und Hintern zu tun.

„Schwarzer-, Pfefferminz-, Hagebutten-, Früchtetee.“

Pause.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Pause ein rhetorischer Anlauf für Mehr war. Das da noch was kommen würde. Sollte. Es war schließlich kein abschließendes „und“ gefallen. Der große Klopper konnte also noch kommen. Alle Chancen standen offen. Es folgte: Mehr Pause. Mehr Pause wagen, ging mir durch den Kopf.

Um Gewissheit über die Situation zu bekommen, entschloss ich mich mit einer hartnäckigen Anschlussfrage Christas Geduld auf die Probe zu stellen:
„Ist das alles?“
„Ja.“

Knapp, unzweideutig, bayrisch. Komisch, denke ich außerdem. Denn die Werbung informiert mich in regelmäßigen Abständen, dass es heutzutage Tees gibt, die Bedürfende in allerhand dolle Zustände versetzen: Fitness, Wellness, Glück, Wohlbefinden für Geist und Körper. Wie man hört, finden heute Beutel mit Pflanzenresten den ganzen langen Weg aus Afrika zu uns. Von Pfefferminze, Hagebutten und Früchten ist da eigentlich nie die Rede. Warum auch? Wer sagt schon zu sich: „Ach, was wäre ich jetzt gern ne Hagebutte! Ich fühl mich heute auch so wenig pfefferminzig, so fruchtlos.“

Ich verstand das „Ja“ nur zu gut. Schweinsbraten, helles Bier und Wandergäste aus Nordrhein-Westfalen – das sind keine archetypischen Synonyme für Fitness oder Wellness. Auch Glück sowie Wohl für Geist und Körper zählen wohl nicht zum engeren Kreis. Wenn das Herr Teekanne wüsste. Besser nicht. Denn, wie bitte schmeckt Rotbuschtee mit Schweinsbratenaroma? Das macht doch nicht glücklich! Viel lieber greife ich da zu einem schönen Hagebuttentee – aus garantiert direkter Jugendherbergsabfüllung. Pures Glück!

Dann brachte mir Christa noch die Rechnung. „Vielen Dank für Ihren Besuch. Montags Ruhetag.“ stand drauf. Dabei hätte ich am nächsten Montag zu gern ein Glas Tee getrunken.

Mit Kerosin im Blut

Ich gehe zum Reisebüro an der Ecke, denn ich will ja trotz Wiesn auch noch verreisen. Mit dem Flugzeug. Wie toll das sein muss, verrät Air Berlin neuerdings ja jedem, der es wissen will, mit einem tollen Warteschleifenservice.

„Habt ihr denn noch ein Plätzchen am Strand frei?“ eröffne ich lächelnd und finde, das ist ein brauchbares Angebot für einen Gesprächseinstieg in einem Reisebüro. Schließlich kenne ich die Last-Minute Frau hinter dem Schalter bislang ja gar nicht. Es gibt ja so schreckliche erste Sätze. „Kalt geworden heute, nech?“ ist so einer. Die Last-Minute-Frau tippert aber in ihre Tastatur schon irgendwas ein, was ich nicht sehen kann und ermahnt mich synchron, dass ich spät dran sei. Das allerdings macht niemand so sexy wie sie. “Danke, dass weiß ich auch. Ich dachte, hier sei man auf spätes Reisen spezialisiert”, erwidere ich. Da weiß Sie dann aber auch schon keine Antwort mehr drauf. Und das finde ich dann irgendwie auch ein bischen bescheuert. Und im Übrigen komme ich mir vor wie bei einer Paßkontrolle beim Grenzübertritt zur DDR: “Dann steigen Sie doch bitte mal aus und machen schon mal den Kofferraum auf. Das wollen wir uns doch mal genauer anschauen, wenn Sie nichts einzuwenden haben.”

Wohin es denn gehen solle, fragt die Kecke und bedirndelte noch. Dass sei ja wohl das Mindeste, was ich mir im Vorfeld mal durch den Kopf hätte gehen lassen können und überhaupt. Nun, unter Beratung verstehe ich aber auch was anderes. Möglicherweise lenken mich gewisse Dinge ab, die mit dem Schnittmuster des Dirndls zusammenhängen. Paarweise lenken diese Dinge mich ab. Da kann man nicht so schwere Fragen stellen, die selbst im Geographie-Abi Schwierigkeiten machen würden, finde ich. Ich will ja eigentlich nur liegen. Am Strand. Mir fällt jedenfalls nichts besseres ein als „irgendwas mit Strand“ zu sagen und verweise auf meinen Gesprächseinstieg. Mit Katalogen für Fernreisen “Saison 2009″ verlasse ich dann das Büro des Verreisespezialisten. Ich werde wohl das WanderWunder Rheinland Pfalz mal genauer unter die Lupe nehmen.

Freibad-Toni am Starnberger See.

ailton_freibad_toni.jpg

Es duftet nach Sonnencreme, in der Arena auf Schalke. Wie ein Badeurlauber liegt Freibad-Toni (Ailton) vor der Sinalco-Werbebande. Entspannt, mit der Seelenruhe eines Gelsenkirchener Sommertages eins, alle Vorteile dieser Positionierung vollumfänglich auskostend und genießend. Allein ein türkisches Dampfbad mit nachfolgender Thaimassage hätte ein solches Bild grenzenloser Entspanntheit noch bunter wirken lassen können. Das war 2005.

Sehr viel länger ist es her, dass ich das letzte Mal im Freibad lag. Inspiriert von Freibad-Toni also, mache ich mich auf zum wundervollen Starnberger See, der Perle der Bayerischen Seenlandschaft, um meinem großen Vorbild in Sachen Freibadkultur nachzueifern und es mir über das Wochenende ein bischen bequem einzurichten.

starnberg_1.jpg starnberg_2.jpg starnberg_3.jpg

Wer sich mit der S6 nach Starnberg aufmacht, fragt sich zunächst, ob er nicht versehentlich im falschen Zugteil eingestiegen ist. Ein kurzer prüfender Blick ans Wagenäußere, bevor sich die Türen piepend schließen. Nein - Starnberg steht da geschrieben, nicht „Butterfahrt“. Dennoch: Weiße, beige und khakifarbene Leinenstoffe bestimmen das Bild. Landkarten werden während der Fahrt gemeinsam studiert. Wenn Sie sagt, die Haltestelle ist nicht mehr drauf, schaut Er lieber noch einmal selbst nach. Fragen, die gestellt werden müssen, werden gestellt: Hast Du die Badezimmertür aufgelassen? Sind die Fahrkarten gestempelt?

Das Freibad ist ein Mikrokosmos, dem man mikroskopisch auf die Schnelle gar nicht vollständig gerecht werden kann.

Eindrücke: Wie eine Wundertüte sind vakant-benachtbarte Liegenschaften auf der dicht besetzten Liegewiese zu bewerten. Man weiß nie, welcher Überraschungsgast in Kürze Anwartschaft auf den Nachbarsplatz erheben wird - und ob man diese Gesellschaft genießen wird können. “Margot, laß doch den Wurstsalat im Schatten.” Dieser, erklärt Papa einer augenblicklich orientierungslosen Margot, stehe nämlich “genau auf Achse”. Verstehe! Daher die peinlich genauen, 60-minütigen Ausrichtarbeiten am Sonnenschirm direkt nach Ankunft. Beim Essen im Freibad frage ich mich immer: Wer so alles Pommes ißt? Beim Schwimmen trägt der Starnberger Brille. Sonnenbrille. Und beim Steckenbleiben auf der Kinderrutsche wird mir bewußt, wie schwer es dicke Kinder haben, die Pommes essen. Hoch und heilig verspreche ich dem Bademeister, nie wieder Witze über dicke Kinder in Betracht zu ziehen. Jener hatte mich ja schon freundlich über eine Lautsprecheransage bekannt gemacht: „Kein Stau aufe Rutsche, daa-haa!!“

Freibad-Toni müsste man sein. Dann kann man auch am Starnberger See liegen wo man will.

Kieler Woche 2008 = EM Woche 2008

Die Kieler Woche 2008. Gleichzeitig war sie auch eine Fußball-EM Woche. Nun flog ich extra zum Finale ein und musste an jenem Finalsonntag doch die kulminierte Zerstörung meiner - nicht unberechtigt - mitgebrachten, persönlichen Hoffnungen erleiden. Nun, da müssen die Sportfreunde halt noch einmal umtexten.

Trotzdem habe ich es mir gut gehen lassen. Wird in anderen Teilen der Republik zum Frühstück Brötchen mit Marmelade, Käse und Wurst, dazu ein Kaffee gereicht, wird hier - bevor am frühen Nachmittag ein Gosch Besuch die Regel, nicht die Ausnahme ist - spritziges Schaumweingetränk mit einer Einlage aus Rosengewächsen gereicht:

kiwo_erdbeeren.jpg

Außer Dem erlebte ich eine dieser berühmten Situationen, die man sonst nur bei Loriot Sketchen oder in Ben Stiller Filmen geboten bekommt. Sie ereignete sich auf dem Segler, mit dem wir eine schöne Ausfahrt genoßen. Genießen wollten, muß ich vielleicht sagen:

“Ich glaube, die Boardtoilette funktioniert nicht so, wie sie sollte,” sagte ich zu der Person, die sich vor der Toilettentür wartend die Zeit bis zur Übergabe des Örtchens vertrieb. - “Ach was. Die Toilette funktioniert nicht?” returnierte die wartende Person gewieft. - “Was ist denn mit der Toilette?” fragte plötzlich Person 2, indem sie den Kopf zackig unter Deck hielt - “Stimmt was nicht mit der Toilette?” schaltete sich nun auch Person 3 ein. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich so die gesamte Besatzung unter Deck eingefunden, um mir weitere unangenehme Fragen der beschriebenen Art zu stellen. Umzingelt von nunmehr 20 oder so Personen stand ich unter Deck und war unversehens in ziemlicher Erklärungsnot. Dabei hatte ich gar nichts gemacht, außer den Schaden festgestellt. Wirklich!

Was gibt es sonst noch festzustellen? Alcopops scheinen beim Blick auf die trendsetzende Kieler Woche irgendwie gar nicht mehr zu existieren. Wohl aber werden dort 1 Liter Cola Flaschen, der Vermutung nach vermischt mit Alkoholika, transportiert. Es scheint also eher um den ungebrochenen Trend der reinen Vermischung zu gehen, als um die Frage, was da vermischt transportiert und unter Umständen auch verköstigt wird.

Dann habe ich noch gelsen dass Schweini gesagt haben soll (Ich glaube, wenn man in den Brockhaus schaut, taucht da unter “Schweini” ein Eintrag auf, der so beginnt: Schweinsteiger, Bastian, * 1. August 1984 in Kolbermoor …), dass der Poldi Kölner Karnevalslieder in der Kabine aufgelegt hat. Das fand Schweini nicht gut, weil ihm als Bayer dieses Liedgut unbekannt ist und ihm auch von der Verständlichkeit her schwer eingeht. Ich muss das im Nachhinein auch kritisieren, denn was Poldi wohl nicht bedacht hat, ist, dass sich “Viva Colonia” in prächtiger Manier auch zu “Viva Espana” umdichten läßt. So ist es dann ja auch gekommen. Ich freue mich nicht aufs Oktoberfest.

Auf dem Rückflug durch die nordeutsche Abendsonne stellte sich bei mir mit Blick aus dem Fenster ein wenig Fernweh ein, das mich unwillkürlich an den Club Las Piranas und auch Simon Peters denken ließ. Es ist einfach mal wieder höchste Zeit für fremde Länder, andere Kulturen und neue Gebräuche, wie die Club-Animateurin aus Wuppertal im Club Las Terras Sol zum Beispiel, von der die Verkäuferin im Reiesebüro so schwärmte.

Willkommen an Bord der MS Bodensee!

msbodensee_captain.jpg msbodensee_willkommen.jpg bodensee-ueberlingen.jpg

Am Wochenende war ich am Bodenssee. An Bord des Luxuskreuzfahrers MS Bodensee setzte ich von Friedrichshafen nach Überlingen über. Die Traumkulisse von Überlingen ist bekannt aus Funk und Fernsehen, denn wurde hier doch die ARD-Serie Sternenfänger mit Oliver Pocher gedreht.

Es ist schon ein erhabenes Gefühl, mit mehreren Knoten im Rücken, auf der Brücke zu stehen - das weite Meer und das Treiben auf dem Unterdeck im Blick. Reiseziel Überlingen hat mir besonders imponiert, weil es den wohl einzigen Irish Pub vorweisen kann, der seine Gäste den ganzen Abend über live mit deutschen Schlagern verwöhnt. Der Alleinunterhalter, ein bunter Hund der unaufhörlich an seiner Heimorgel rumfingerte, machte darüber hinaus mit Ansagen vom Kaliber: “Da war was falsch. Ich fang nochmal an.” von sich Reden. Nein, das war ein wirklich bejubelt-volkstümlicher Auftritt, der mit gefallen hat. Ein Prädikat, das übrigens die gesamte Wochenend-Kreuzfahrt verdient hat.

Ostermarsch 2008.

bhv1_450.jpg

Es hängt ja alles irgendwie zusammen. Die Ostertage kommen da zurecht um diese frühe Zeit des Jahres daher, um über alles nachzudenken. Und darüber, wie es denn zusammenhängt. Mir fiel beispielsweise ein interessantes Weinlexikon mit dem Untertitel “Für Anfänger und Liebhaber” in die Hände. Nun stellt sich die Frage: Was soll man über ein Weinlexikon denken, in dem an 12. Position der Eintrag “Afghanistan” zu finden ist?

Die Deutsche Bahn fährt zwar nicht nach Afghanistan, aber transportiert mal wieder über die Ostertage hoch entspannte und unterhaltsame Osterreisende. Für diese hat sich der sympathische Reiseanbieter mit Herz folgende tolle Aktion ausgedacht: An Board wird im allseits beliebten Boradrestaurant ab sofort nach dem Rezept von Sterneköchen gekocht. Wenn ich es richtig verstanden habe kocht auf meiner Fahrt Jean-Pierre Bruneau aus Belgien, ausgezeichnet mit 2 Sternen und 4 Hauben. “Bitte probieren Sie die Erbsensuppe,” sagt das junge Lautsprecher-Fräulein noch, bevor auch schon erste Stautendenzen auf den Gängen erkennbar sind. Das beeindruckt schließlich und macht auch den letzten Reisenden neugierig, lädt es doch ein zum Schlendern in die Boardkantine.

Ich hab im Übrigen keine Erbsensuppe nach Bruneau Art gegessen. Ich hatte bereits lecker Fisch gespeist, als ich die tags zuvor in Bremerhaven war. Da gibt es die feinsten Fischdelikatessen kann ich berichten. Hmm, lecker!

bhvn_500.jpg bhvn2_450.jpg

Das zweite Bild ist übrigens nicht - wie man sehr einfach aber verwechlungsbehaftet vermuten könnte - in Dubai aufgenommen. Nein nein! Ich war hier nicht für einen, die Ökobilanz belastenden, Kurzurlaub vor Ort. Auch dieses Bild stammt aus Bremerhaven. Ja, auch eine Stadt, die unter einer 25%igen Unterbeschäftigung leidet, erfordert ein anständiges Qurtier für die zahlreichen Investorenbesucher, die einmal in den Bombenstandort investieren möchten. Die müssen sich das dann ja auch richtig gut gehen lassen können, wenn sie kommen. Womit sich der Kreis wieder schließt, denn lecker Fisch und Bremerhaven und gut gehen lassen hängen ja auch irgendwie zusammen.

Aber ohne den Gedanken zu verlieren: Wo man an die Bahn denkt ist wer nicht weit? Na klar, tara, die Post ist da. Bei diesem Vorgang ist ja noch offen, wie es dem Herr Zum Winkel gelang, die Million nach Liechtenstein rüber zu schieben. Eine schöne Erklärung dafür hat Dittsche gefunden, den ich auf der Zugfahrt hörte: Als reiner Chef, ist es ja einfach eine Sondermarke als 10 Euro Wertmarke und dem Gesicht vom Chef rauszubringen. Dann muss man nur noch alle Abteilungsleiter verpflichten jede Woche einen Bericht mit der Briefmarke drauf an das möblierte Wochenendappartement in Lichtenstein zu schicken. Da die Briefmarke nicht abgestempelt wird, weil es will ja niemand dem Chef einen Stempel aufn Kopf hauen, kann der Chef dann am Wochenende mit Hilfe des Dampfes vom Wasserkocher, der zur Ausstattung des Zimmers gehört, die Marke ablösen und bei Edeka gegen Bargeld tauschen. So sind ruckzuck eine Millionen zusammen. Ein schönes Modell, das gerade zu Ostern den einen oder anderen auf den Geschmack bringen könnte.

Silvester 2007.

Ach wat war es schön gewesen dieses Jahr zu Silvester, und bei fast 10 bei herrlichen 20 Grad und einem Punsch, am Strand von Kiel zu sitzen. Jaa, hier ist das Leben noch in Ordnung, bei 30 Grad, im Dezember - hier läßt man es sich noch gut gehen!

kiel_strande_1.jpgkiel_strande_2.jpgkiel_strande_4.jpgkiel_strande_3.jpg

Zurück nach Westerland.

Wunderbar. Einmal im Jahr entspanne ich auf Sylt. Es ist zwar etwas teurer, dafür ist man unter sich. Immer wieder begeistern tut mich dabei die Aussicht aus Sven’s Appartment direkt auf den Hauptstrand von Westerland. Das Appartment liegt schräg gegenüber dem über die Grenzen hinaus bekannten Miramar, dem 1. Haus am Platze. Das Wetter war leider nicht so überragend, so dass außer einer Partie Beachvolley, lediglich das abendliche Arrangement für den ganzen langen Weg aus München entschädigte. Wunder-Bar.

sylt_1.jpg sylt_2.jpg sylt_3.jpg

Next »

Still buying movies offline?