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Schnelldurchlauf - Die Woche.

Samstag, August 23rd, 2008

Gefährdete, zart- und schnellschmelzende Tafel Milka-Daim vor Ablauf des MHDs bewahrt. Unschlüssig indessen, ob ich mich für die rückseitig beworbene Kuh-munity anmelde +++ BILD: Boris heiratet. Blond! Frau Effenberg? Strunz? War im hastigen Vorbeilaufen nicht auszumachen. +++ Paradisischer Tag. Der beste des Sommers. Bislang. Daher wonnesam genossen. 13 Grad, nur nachmittags dichte Wolken mit schauerartig verstärktem Regen - anhaltend und ergiebig - später auch teils kräftigen Gewittergüssen, dazu schwacher bis mäßiger Südwestwind. +++ Ballack sagt, der deutsche Fußball habe den Anschluss verpasst und kickt - wohlerwogen - bei diesem Länderspiel nicht mit. Wird van Bommel jetzt auch Capitano?

Gespräche auf dem Fußgängerweg.

Samstag, August 16th, 2008

Frau: Servus!
Mann: I grüß Ihrana!
Frau: Mei, jetzt sans im Urlaub. Die Männer.
Mann: A ja?!
Frau: Ja freilich. Im Urlaub sans. Die Männer. Sieben Männer sans. Mit sieben Männer sans fort. Des müssens Ihrana a moal vorstelle.
Mann: Ja.
Frau: San nach Kroa-Tien g’fahren. Alle z’sammen. Aber a tollen Strand hams da. Mei des san tolle Strände. In Kroa-Tien. Die san toll, san die.
Mann: Ah ja.
Frau: De Wagen hams voll gepackert, als wenns für a Monat fort wären. Des müssens sich a moal vorstellen. San ja nur 10 Toag.
Mann: Ja?
Frau: Und jetzt kommts beschte! Raten’s a moal wer direkt neben an Urlaub macht? Na ratens halt a moal. Da kommen Sie nie drauf net. Na? I verrats Ihrana. Der Till Schweiger! Der wohnt direkt nebean.
Mann: –.
Frau: Ja freilich, wenn ichs doch sag, mit derner ganzen Kinder ist der da. Der Till Schweiger. Dem g’fällst ganz toll dorten. Des hata mir g’sagt.
Mann: –.
Frau: Na i wünsch Ihrana was. Pfürti, ge?!
Mann: Servus.

Schnelldurchlauf - Die Woche.

Samstag, Juli 26th, 2008

Fuji T-Home-Cup. Dortmund gegen Bayern. Jetzt ist es raus. Uli Hoeneß sitzt direkt neben Klinsi auf der Bank. Keine Buddhafigur zugegen. +++ Obama in Berlin. Winkt wie Bush, finde ich. Will irgendwelche Brücken bauen. Verwechselt der Kandidat Berlin mit Venedig? Oder New Orleans? +++ War beim Arzt. “Ich mach Ihnen mal bischen Salbe ans Ohr.” Hab aber gar nichts am Ohr. Komisch. +++ Das Kicker-Sonderheft ist da. Unhaltbar: Die Stecktabelle hat ein Eselsohr. Ich werde das Heft umtauschen müssen.

von Stuckrad-Barre und Karasek lesen Kempowski

Dienstag, Juli 15th, 2008

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Ich konnte nicht anders, als meiner Mitbewohnerin einen Moment schlechten Gewissens zu bescheren. Es ist sich ja trotzdem vorteilig für sie ausgegangen.

“Wer ist Benjamin von Stuckrad-Barre? Hellmuth Karasek? Walter Kempowski? Nie gehört.” Ich klärte auf. Gern tat ich das. Wie man heutzutage überhaupt alles “gern” macht. Mit mahnender Haltung allerdings: hier seien noch Hausaufgaben zu machen, jenseits von Sex and the City. Von Stuckrad-Barre ist der Ex von Anke Engelke. Ob er Nils Ruf nachfolgte oder andersherum vermag selbst ich, als aufmerksamer Gala-Leser, im Nachhinein nicht zu rekonstruieren. Jedefalls hat dieser von Stuckrad-Barre eines meiner Lieblingsbücher geschrieben. Soloalbum. Harald Schmidt hat darüber gesagt, hätte er jemals ein Buch geschrieben, hätte er Soloalbum geschrieben.

Karasek bereicherte keinsewegs das Leben von Anke Engelke, nein, viel eher das literarische Quartett von Marcel Reich-Ranicki. Diesen Kempowski kannte ich voher auch nicht. Gesagt habe ich das aber nicht. Jedenfalls war das ein ganz lustig-ironisches Kerlchen, dieser Kempowski, wie sich schon im Vorwege der Veranstaltung, bei Durchsicht seines Tagebuchs “Somnia” am Büchertisch, verdichtete. Ich glaube, dass durchweg graumelierte Publikum kannte ihn ganz gut. Von Stuckrad-Barre war ihnen weitestgehend unbekannt. (Aber, das ist doch der Autor von Soloalbum! hätte ich da - fast ganz hinten sitzend - am liebsten eingegriffen.) Karasek erntete ein paar einfache Lacher. Gut, die sollte er kriegen.

Beide lesen die ausgewählten Kempowski Tagebucheinträge den ironisch-zynisch präzisen Beobachtungen gerecht vor. Da gab es nichts zu beanstanden. Am besten gefallen hat mir eigentlich der Eintrag “Wir sind zum Suppeessen eingeladen”, einem norddeutschen Understatement für die folgende Beschreibung eines 5-Gänge Menüs. Leider habe ich die weiteren Einträge nicht mitgeschrieben, so wie es die Frau neben mir tat. Sie wollte mir die Seiten ihres eng beschriebenen Notizblocks aber kopieren. Ich glaube, von Stuckrad-Barre kannte auch sie nicht. Der Name - in Großbuchstaben aufgeschrieben - war ihre erste Notiz. Gefolgt von 2 Fragezeichen.

Goal for Africa

Donnerstag, Juli 10th, 2008

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Eine Besetzung, wie sie bislang kein Fußball EM- und WM-Endspiel gesehen hat, war in der Allianz Arena angekündigt. Kaká, Nesta, Buffon, Steven Gerrard, van Nistelrooy, Adebayor, Maldini, Ronaldo, Drogba, Pirlo, van Persie, Shevchenko, Sergio Ramos, Diego, Etoó, Essien, Davids. Alle angekündigt. Alle nicht gekommen.

Den Rasen beackert hat dann Paolo Rink. Na, da hab ich ja noch Glück gehabt, dass nicht Paola und Kurt Felix gespielt haben. Verstehen Sie Spaß? Nein. Wenn ich umzingelt bin von Fussballsachverstand der Sorte “Guck mal, da unten steht der neue Bayern Trainer, dieser Klinsmeyer” und “Michael Schumacher - yeah, he’s the best german soccer player”, dann, ja dann, verstehe ich keinen Spaß. Setzen. Sechs.

Kieler Woche 2008 = EM Woche 2008

Dienstag, Juli 1st, 2008

Die Kieler Woche 2008. Gleichzeitig war sie auch eine Fußball-EM Woche. Nun flog ich extra zum Finale ein und musste an jenem Finalsonntag doch die kulminierte Zerstörung meiner - nicht unberechtigt - mitgebrachten, persönlichen Hoffnungen erleiden. Nun, da müssen die Sportfreunde halt noch einmal umtexten.

Trotzdem habe ich es mir gut gehen lassen. Wird in anderen Teilen der Republik zum Frühstück Brötchen mit Marmelade, Käse und Wurst, dazu ein Kaffee gereicht, wird hier - bevor am frühen Nachmittag ein Gosch Besuch die Regel, nicht die Ausnahme ist - spritziges Schaumweingetränk mit einer Einlage aus Rosengewächsen gereicht:

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Außer Dem erlebte ich eine dieser berühmten Situationen, die man sonst nur bei Loriot Sketchen oder in Ben Stiller Filmen geboten bekommt. Sie ereignete sich auf dem Segler, mit dem wir eine schöne Ausfahrt genoßen. Genießen wollten, muß ich vielleicht sagen:

“Ich glaube, die Boardtoilette funktioniert nicht so, wie sie sollte,” sagte ich zu der Person, die sich vor der Toilettentür wartend die Zeit bis zur Übergabe des Örtchens vertrieb. - “Ach was. Die Toilette funktioniert nicht?” returnierte die wartende Person gewieft. - “Was ist denn mit der Toilette?” fragte plötzlich Person 2, indem sie den Kopf zackig unter Deck hielt - “Stimmt was nicht mit der Toilette?” schaltete sich nun auch Person 3 ein. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich so die gesamte Besatzung unter Deck eingefunden, um mir weitere unangenehme Fragen der beschriebenen Art zu stellen. Umzingelt von nunmehr 20 oder so Personen stand ich unter Deck und war unversehens in ziemlicher Erklärungsnot. Dabei hatte ich gar nichts gemacht, außer den Schaden festgestellt. Wirklich!

Was gibt es sonst noch festzustellen? Alcopops scheinen beim Blick auf die trendsetzende Kieler Woche irgendwie gar nicht mehr zu existieren. Wohl aber werden dort 1 Liter Cola Flaschen, der Vermutung nach vermischt mit Alkoholika, transportiert. Es scheint also eher um den ungebrochenen Trend der reinen Vermischung zu gehen, als um die Frage, was da vermischt transportiert und unter Umständen auch verköstigt wird.

Dann habe ich noch gelsen dass Schweini gesagt haben soll (Ich glaube, wenn man in den Brockhaus schaut, taucht da unter “Schweini” ein Eintrag auf, der so beginnt: Schweinsteiger, Bastian, * 1. August 1984 in Kolbermoor …), dass der Poldi Kölner Karnevalslieder in der Kabine aufgelegt hat. Das fand Schweini nicht gut, weil ihm als Bayer dieses Liedgut unbekannt ist und ihm auch von der Verständlichkeit her schwer eingeht. Ich muss das im Nachhinein auch kritisieren, denn was Poldi wohl nicht bedacht hat, ist, dass sich “Viva Colonia” in prächtiger Manier auch zu “Viva Espana” umdichten läßt. So ist es dann ja auch gekommen. Ich freue mich nicht aufs Oktoberfest.

Auf dem Rückflug durch die nordeutsche Abendsonne stellte sich bei mir mit Blick aus dem Fenster ein wenig Fernweh ein, das mich unwillkürlich an den Club Las Piranas und auch Simon Peters denken ließ. Es ist einfach mal wieder höchste Zeit für fremde Länder, andere Kulturen und neue Gebräuche, wie die Club-Animateurin aus Wuppertal im Club Las Terras Sol zum Beispiel, von der die Verkäuferin im Reiesebüro so schwärmte.

Ribery - Toni

Sonntag, Juni 1st, 2008

Wie gut, dass wir bei der EM erst im Finale gegen Italien spielen und Frankreich in der Vorrunde die Koffer packt. Sonst könnte es eng werden, wenn ich die Herren Ribery und Toni mal so beim Spaß machen beobachte:

KYLIEX2008 in München

Mittwoch, Mai 28th, 2008

So etwas kannte man normal nur noch von Rudi Carell, Hans Rosenthal oder Wim Thölke. Den großen alten Shomastern, die einen Abend lang unterhielten nach Hape Kerkelings altem Motto: “Mein Leben ist die Show, das war schon immer so”.

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Um es vorweg zu nehmen: Wie häufig Frau Minogue - der Spatz aus Melbourne, die zarte Stimme mit dem goldenen Mikro aus Down Under - im Verlauf der Show ihr Exterieur wechselte habe ich nach dem 8. Kleiderumzug nicht mehr mitgezählt, so beeindruckte mich derart behend-beherzte Kostümwechselei. Ich komme mir im nachhinein sogar ein wenig schäbig vor, hier im Vorfeld meine Hilfe angeboten zu haben.


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Nach etwa 45 Minuten geschah dann etwas, was mir bis dato nur vom Fußball bekannt war: Eine Halbzeitpause, die Zeit zum Bier holen eröffnete. Wie angenehm. Nach 15 Minuten ging es dann weiter. Und so kam es, dass Kylie Minogue ein Showprogramm der Extraklasse auf die als Lichtteppich arrangierte Bühne zauberte. Eine Mischung aus MDR-Fernsehballet, Phantom der Oper und Grand-Prix-Endausscheidung in der Folge.

Der Grand-Prix-Teil - da muß man ehrlich sein - ist mehr aus dem Publikum abgeleitet. Da hat man auch schon mal kreischende Herren beobachten können, die bei Outfit Nummer 8 der Showdiva spontan schier aus dem Häuschen gerieten: “Das Kleid, ummmm, das Kleid, siehst Du dieses Kleid - ist das nicht ein Trauuum von einem Kleid?!” Ach, ist doch alles nur Show! Dieses ganze Tingeltangel. Sollen die doch machen.

30 Seconds to Mars: Jared Leto live in München

Mittwoch, Mai 7th, 2008

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Meine Eintrittskarte hatte mich ja bereits vorbereitend darauf hingewiesen, dass im Zenith unbestuhlt veranstaltet würde. Das ich nur wenige Tage nach dem Bayern Malheur in Petersburg an einen solchen Ort gehen würde, der Zenith heißt, läßt sich möglicherweise noch erklären. Das ich allerdings hinter einem pommesschrankefarbenen Absperrband traurige zwanzig Meter vor der Bühne zum Stehen kommen mußte, obwohl noch ausreichend Platz direkt vor der Bühne war, finde ich wirklich erklärungsbedürftig, für ein Rockkonzert.

30 Seconds to Mars werden stimmlich von dem charismatischen Sänger Jared Leto begleitet. Und das ist wohl die Untertreibung des Jahres, denn der smarte und - das muß Mann zugeben - nicht übel ausschauende Actor, der in American Psycho und Fight Club spielte, ist die Band. Entsprechend lag der Frauenanteil am Gesamtbesuch bei wahrgenommenen 90%. Wie hoch der Schmachtanteil lag, vermag ich nur zu erahnen. Ich würde ihn auf einen 3-stelligen Prozent-Bereich justieren. Auch der Kreischanteil war bemerkenswert Boy-Group tauglich einzuschätzen.

Der wohl einzige Mann außer mir war der Mann mit dem Silberkoffer. Voll tätowiert pendelte er unentwegt in Unterhemd und mit halbgetönter Sonnenbrille (München gefiel tagsüber durch herrliches Sonnenscheinwetter) zwischen Backstagebereich und den ersten Reihen hin und fort, was ich ja bestens aufgrund meiner tollen Position direkt hinter der Absperrung beobachten konnte. Es war kein Gitarrenkoffer wie ihn Antonio Banderas in Tarantinos Dusk till Down bei sich trug. Es war mehr so ein Lufthansa Alu-Reiseköfferchen. Vielleicht war der Herr einfach von der Maske. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall erscheint es mir irgendwie umständlich sich mit einem Koffer auf einem Rockkonzert die Zeit zu vertreiben. Gut, muss er aber selber wissen. Ausreichend Platz für das Tragen eines Koffers als Accessoire war ja zwischen Absperrung und Bühne vorhanden.

In amüsierender Erinnerung geblieben sind mir während der einstündigen Wartezeit zwischen Support und Hauptact, die beiden VIP-Tussis, die stolz wie Oskar dem Ordner ihren Backstage Paß zeigten und darufhin zu den vermeintlich besten Plätzen seitlich der Bühne geführt wurden. Jetzt stellte sich aber raus, dass die beiden Grazien dort ziemlich abseits im Dunklen standen und sich keine Sau für sie interessierte. Auch das Jared hier auf dem Weg zum Podest kurz Halt machen und Bussi links, Bussi rechts, auf ein kurzes “Hallo, wir sehen uns im Hotel” halt machen würde, schien nach einer kurzen Sondierungsphase nicht wirklich im Bereich des Wahrscheinlichen.

Also kamen die Beiden wieder aus dem VIP-Bereich zurück, am Ordner vorbei, und - na klar - direkt vor mir, inklusive ihrer Hochhackigen, zum Stehen. Sie standen jetzt also vor mir, jenseits der Absperrung. Ich, weiterhin diesseits unbestuhlt positioniert, und das, obwohl die Damen deutlich nach mir eintrafen. Ich weise den Ordner auf dieses offensichtliche Versehen und die missliche Lage hin, dem ist das aber irgendwie aufreizend egal, als dann auch schon das Konzert los geht und die Beiden um die Wette kreischen, als wären sie Jared Leto höchstselbst. Ich bin jetzt irgendwie doch froh, dass uns eine Absperrung trennt. Irgendwie hoffe ich auch noch insgeheim, dass der Silberkoffermann doch einen identischen Inhalt beherbergt, wie Antonio Banderas Gitarrenkoffer. Man weiß nie, ob einem Silberkoffermann so ein Kreischen so uneingeschränkt gefällt. Meine Chancen auf eine freie Sicht würde der Wunsch freilich erhöhen.

17 Uhr 45 und 1 Sekunde, hier ist München!

Sonntag, April 27th, 2008

Kaiserwetter und die Bayern mit 12 Punkten vorn. Mei, gibt’s was Schöneres?

Danke Hüschi, für den tollen Tipp mal wieder die Berge bestaunen zu gehen und Danke VfB, für das freundliche Returnieren der Schale!

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