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Archive for Dezember, 2007

Silvester 2007.

Ach wat war es schön gewesen dieses Jahr zu Silvester, und bei fast 10 bei herrlichen 20 Grad und einem Punsch, am Strand von Kiel zu sitzen. Jaa, hier ist das Leben noch in Ordnung, bei 30 Grad, im Dezember - hier läßt man es sich noch gut gehen!

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Hamse noch Hack? Tim Mälzer kocht für die Mama in Hamburg.

Wenn ich könnte, würde ich Tim Mälzer ja auch zum Schwiegersohn nehmen. Das gleich mal vornweg. Kann ich locker behaupten, denn dazu wird es ja nicht kommen. Mir kann nun allerdings keiner mehr erzählen, dass jemand Kochschows wegen der Rezepte guckt! Jedenfalls habe ich im Rahmen eines elterlichen Geburtstagsgeschenks den wuseligen Hamburger Jung im hansestädtischen CCH während seiner Liveshow kochen sehen. Currywurst gabs da zum Beispiel. Die wurde ja in Hamburg erfunden.

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Und da der “Dieter Bohlen der Küche” regelmäßig Leute auf die Bühne zum Mitkochen holte, rutschte man die gesamte Zeit relativ nevös auf dem Sitz hin und her. In bester Delling Manier möchte ich hier überleiten mit: Reichlich nervös war auch dieses junge Ding, welches - plötzlich von Reihe 1 auf die Bühne verändert - mit Timmi gemeinsam ein “super einfaches” und “super leckeres” Gericht kochen sollte. Die Niedliche war beauftragt worden - derweil der Sternekoch ein wenig frisches Gemüse kleinhackte - hier und dort zur Hand gehen, doch lief prompt das scheinbar Einfachste nicht mehr Rund bei ihr. Auf Nachfrage stellte sich raus, dass sie Restaurantfachfrau war, womit sich gleichzeitig der wahre Grund ihrer Teilnahme an der Show offenbarte: “Ich bin ja nicht wegen Kochen hier.” Schwiegersohn Schwiegersohntyp müsste man sein.

Insgesamt eine wirklich tolle Show, sehr rasant, abwechlungsreich (Sasha spielte zwischendurch einige Unplugged Hits) und mit guten Sprüchen gewürzt.
Empfehlung des Chefkochs!



Kopf hoch 10. Clemens Mayer in München.

Heute habe ich Kopf. Nein, keine schlämmerhaften Kopfbeschwerden sind gemeint. Ich bin bei einem Seminar, welches kein Geringerer leitet als der Mann mit dem besten Gedächtnis der Welt (FAZ), also der Gedächtnisweltmeister, ein Welt-Gedächtnis im Dittsche-Sinn, Clemens Mayer. Rein aus der Ankündigung heraus soll dieser alle seine Tricks verraten, mit denen man sich beispielsweise besser daran erinnert was man gerade noch als nächstes spannendes Sagen oder sinniges Schreiben wollte. Ähh… Leere. Dunkel im Schacht. Nein, doch: Das Publikum der Veranstaltung. Darüber wollte ich sinnierend Schreiben oder schreibend Sinnieren.

Ich kann natürlich nicht den gesamten “Seminar”inhalt verraten, aber kurz gesagt geht es darum, Kino im Kopf zu machen. Zahlen, Personen, Ereignisse werden mit bestimmten Wörtern verbunden und daraus im Anschluß eine Geschichte entwickelt, an die man sich zu erinnern sucht und dann über die Stichworte auf die verknüpften Ereignisse, Personen, Zahlen zurückschließt. Das Publikum wurde herzlich eingeladen, sich bei der Geschichtenentwicklung einzubringen.

Der durchschnittliche deutsche Rentner liebt es, sich bei Geschichtenentwicklungen einzubringen. Und der deutsche Rentner scheint entweder Dienstags Abends nichts besseres zu tun zu haben oder ist einfach sehr interessiert an Seminaren zum Thema. Jedenfalls läßt sich auf den ersten Blick nicht unterscheiden, ob es sich sich beim Herumblicken um einen Musikantenstadl Kameraschwenk durch die Reihen der Friedrichshafener Stadthalle handelt oder das Münchner Gasteig. Gut gefällt mir meine erste Beobachtung, die vermutlich jedem Autor die Tränen in die Augen treibt: Solche Gäste einer Lesung, die schon vor der Lesung das Buch des Autors kaufen. Direkt dahinter rangieren vermutlich Studienräte, die in der ersten Reihe sitzen und drauf und dran sind eine Moderationshaverie durchzuführen und zu diesem Zweck regelmäßig auf die Bühne stürmen um Beispiele auf den Flipchart zu malen und dabei aus alten Zeiten erzählen - und überhaupt, mein junger Mann, ist das ja alles altes Zeug: “Ich habe 1947 begonnen alle Namen auf Karteikarten zu notieren.” Wow! Noch so einen und es gibt nen Platzverweis von der mehr als 7 Euro zahlenden Haupttribüne!

Als schönstes Bild des Abends bleibt mir folgende Geschichte in lebendiger Erinnerung: Das Mädchen mit dem Rucksack auf dem Rücken trinkt zwei Cocktails, geht aufs Klo und kommt mit einem Schatz wieder.

Das ist der Stoff aus dem weltmeisterliche Geschichten gewebt sind, die Handynummern erinnern lassen. Scheiß auf Karteikarten!

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