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Archive for Juni, 2007

Red Hot Chili Peppers in München

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Mit Umhang und weißen Lederstiefeln - die bis zu den Knien reichten - betrat Anthony Kiedis (Ex von Heidi Klum) die Bühne, so dass ich für einen Augenblick dachte: “Ist denn schon wieder Gand Prix?”

Die Peppers spielten vor rund 40.000 im Olympiastadion, setzten damit ihre Stadium Arcadium Tour fort und vorweggenommen: Die 110 100 Minuten waren enttäuschend. Lange Zeit gefiel mir das Konzert, weil es mehr als “Musik-Session” denn Rockkonzert daherkam. Gitarre und Bass, Funk vom Feinsten, allerdings insgesamt viel Ruhiges dabei, so dass mir dann in der 2. Runde (eine Zugabe im klassischen Sinne gab es nicht) irgendwie so ein bischen das rockige Element abhanden gekommen schien. Wie lange Anthony vor dem Spiegel für seinen Abgang üben musste (”OK. Bye!”) wird sein Geheimnis bleiben.

Ich las bereits davon, dass die “Peppers München mitrissen” und von einer “beeindruckenden Bühnen- und Lichtshow”. Ich weiß nicht, aber vielleicht stehen bei manchem ja Ticketpreis (70 Euro) und Spaßerwartung in einer inversen Beziehung zueinander. Bei mir ist das nicht so. California: 0 Points.

1. Pokerabend

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So. Diese Woche war es endlich soweit. Die erste Pokerrunde. Alle Damen mussten draußen bleiben, als am Abend der Tisch bei Gastgeber Thilo & Jack auf uns wartete und bei gedimmtem Licht die Pokerzimmertür ins Schloß fiel.

Nun hatten wir alle keine Ahnung von diesem Sport, bis wir uns an den Tisch setzten und einfach mal ein paar Runden drehten. Und es ist auch gar nicht einfach den Überblick über mögliche Blätter, Wahrscheinlichkeiten und Einsätze zu behalten. Irgendwie lief es aber ganz gut für mich. Ich hatte zweimal ne Straße und einen Flush. So wuchs der vor mir liegende Gewinnberg auf ein üppiges Sümmchen an. Bald sah das Ganze etwa so aus:

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Einige hatten da schon ihren gesamten Einsatz verspielt, andere wollten sich mit Kleinstbeträgen wieder einkaufen. Was soll ich sagen: Ich fühle mich verdient auf dem Treppchen und würde die Saison am liebsten hier beenden. Allerdings scheint mir, dass meine Mitspieler auf eine Revanche aus sind. More 2 come.

China_2007

26.04. - Peking - Xi’an

“You must be brave,” lobt mich eine US-Chinesin, als ich am Nachmittag zu einem echten Erlebnis aufbreche: Der Nachtzug in das 13 Stunden entfernte Xi’an. Sie selbst ist das erste Mal reisend im eigenen Land unterwegs und würde sich niemals zutrauen ihr eigenes Land allein zu bereisen. Zur Melodie von “Ole Grün-Weiß, Ole Grün-Weiß” setzt sich auch schon bald der Zug in Bewegung. Continue Reading »

China_2007

25.04. - Peking

Wir fahren zur Großen Mauer und entscheiden uns, es auf eigene Faust zu versuchen. Denn auf Badaling, einem CocaCola-Fanta-Lemon Spot unweit von Peking, kann ich gern verzichten. Daher setzen wir alles auf eine Busfahrt mit dem öffentlichen Autobus bis zur Endstation und dann - ja und dann? Weiter mit der Taxe. Weiter mit der Taxe sagt sich so einfach. Dabei ist es ja manchmal in Berlin schon so eine Sache, bei der sprichwörtlichen Freundlichkeit der Hauptstadtfahrer:

“Entschuldigung, sind Sie frei? Können Sie mich zum Flughafen fahren?”
“Seh, ick so aus, oder wat? So weit kommt det noch, wa, mittags quer durch de Stadt brausen, Männeken, ick werd Dir helfen … Na ja, steigen Se ersma ein.”
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Guilin

Guilin liegt im Süden Chinas, am Li Fluß und ist eine Perle der Natur. Daher habe ich ein paar Bilder von ihr geschossen.

Poetry Slam

“Jetzt gehts ans Eingelachte!” So jedenfalls kündigt Rayl, einer der Moderatoren, die Poeten des letzten Dichterwettstreites vor der Sommerpause im Substanz an. Eine gute Entscheidung hinzugehen, denn es war eine durch die Bank hervorragend besetzte Veranstaltung.

Beim Poetry Slam geht es um das gesprochene Wort. Kein Kostüm, keine Musik, keine Haustiere. Nur eigene Texte und die Stimme. Zuletzt flimmerten einige der Dichter, die ich bereits bei Auftritten in München sah, sogar beim WDR über den Schirm, wo der erste fürs TV produzierte Slam lief.

Einer derer war auch gestern in München. Renato Kaiser, der im Januar einen der besten Slam Auftritte hinlegte , die ich bislang live sah. Liebe-ist-nicht-wahr ist ein schöner Text von ihm. Ganz großartig auch “Der Koschu”, der - als Österreicher darf er das - eine Hitler Parodie hinlegte und ein Liebesgedicht an seine Eva vortrug. Der Saal tobte.

Eine Feststellung des Abends will ich hier noch festhalten, denn es ist etwas was ich schon immer gesagt habe und gestern endgültig abgenickt wurde: Frühling ist der Herbst Australiens.

Mehr Fotos!

Hier direkt mal ein zweiter Teil Fotos. Geknipst in der alten Kaiserstadt Xi’an, dem Ausgangsort für meine Besichtigung der Terrakottaarmee (lustiges Wort!), die die Grabanlage des ersten chinesischen Kaisers bewacht. Es ist das kulturelle Zentrum Chinas, aus dem bislang die meisten historischen Funde vermeldet wurden. Da die Chinesen nach eigener Dartellung ja bei so ziemlich allem die Ersten waren, hält sich das Gerücht, demnächst würde der Fund des ersten Snowboards verkündet. Xi’an selbst hat ein ganz hervorragendes muslimisches Viertel, in dem es lecker zu Essen gibt. Ausserdem scheint der große SV Werder dort nicht unbekannt zu sein. Einfach mal zurücklehnen und schauen …

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